Vereinsgeschichte Musikverein „LYRA“ Offingen e.V.

Der Musikverein „LYRA“ Offingen e.V. feiert dieses Jahr seinen vierzigsten Geburtstag seit der Neugründung im Jahre 1974.

In der nachfolgenden Aufstellung werden wichtige und interessante Ereignisse für den Verein und für die Bevölkerung aufgezählt.

 

Bereits im Jahr 1851 wurde ein Verein gegründet. Die genaue Bezeichnung, Anzahl der Musiker und weitere Angaben fehlen, da wir keine Unterlagen aus dieser Zeit besitzen.

 

Am 03.11.1934 wurde der Musikverein wieder gegründet. Es gab nur eine Abschrift von der Gründung, die später ins Protokollbuch eingetragen wurde. 1934 waren im Verein bereits 89 passive Mitglieder, die den Verein mit einem Mitgliedsbeitrag von einer Mark unterstützten. 1935 spielte die Kapelle in Burgau bei einem Wertungsspiel mit und 1936 wurde ein Theaterstück mit dem Namen „Das Haus, wo meine Mutter wohnt“ aufgeführt.

 

Danach gab es keine weiteren Aufzeichnungen, da die Protokollbücher in Folge des Krieges in Verlust geraten waren. Erst 1948 wurde die Aufzeichnung weitergeführt. Einen großen Anteil am Wiederaufbau hatte Isidor Eberle. Es wurden alte Musiker rekrutiert und auch unter den Kriegsflüchtlingen wurde nach Spielern gesucht. 1948 hatte die Kapelle dann zwar 16 Spieler, aber nicht genügend Instrumente. Auch reichte der Proberaum im Hause von Anton Lehle nicht mehr aus und es wurde dann in der Gaststätte Krone geprobt. Instrumente konnten nicht gekauft werden, da in der Kasse nur 294,60 Mark waren. Jedoch hatte die Kapelle 34 Auftritte im laufenden Jahr und probten an 64 Abenden des Jahres 1948. Da war ganz schön was los.
Mit 34 Auftritten und 64 Proben war die Kapelle sehr beschäftigt.

 

100-jähriges Bestehen

1951 wurde dann in Offingen das hundertjährige Bestehen des Musikvereins gefeiert. Aufgrund der etwas dürftigen Unterlagen kann nicht mehr nachvollzogen werden, wie die damalige Vorstandschaft auf diesen Termin kam. Anzunehmen ist, dass das Kirchenamt Unterlagen hatte und somit diese zum Gründungstermin führten.

 

An zwei Tagen im Sommer 1951 wurde ein grandioses Fest abgehalten. 62 Kapellen wurden zu diesem Jubiläum mit Wertungsspiel eingeladen. 22 Kapellen nahmen schließlich daran teil und sie haben sich zum Massenchor zusammengefunden. Die Kapellen hatten damals eine Stärke von 9 bis 30 Spieler. An diesem Großereignis kamen laut Unterlagen 5.000 Besucher. (Im Bericht vom 01.07.1951 vermerkt)

 

Im Jahr 1951 war der Verein sehr oft gebucht. Der Verein absolvierte 39 Auftritte und 53 Proben. Das sehr aufwendige Musikfest wurde erfolgreich abgehalten. Der Kassenbericht nach dem Fest wies 499,63 DM auf, also rund 205 DM mehr wie im Jahr 1948 aus.

 

Im Jahr 1955 gab es Neuwahlen im Verein. Der langjährige Vorstand Anton Lehle gab seinen Posten an Josef Herzig ab. Es waren diesmal 35 Auftritte und 47 Proben als Bilanz. Der Verein hatte wieder einmal viele Ausgaben und das Guthaben schrumpfte auf 91 Pfennig.

 

In den Jahren 1960 bis 1970 sind nur Protokolle der Generalversammlungen vorhanden. Es wurden die Überblicke der Proben und Auftritte vermerkt, der die Mitgliederzahlen und die Kassenstände vermerkt. Erst später wurden ausführliche Berichte geschrieben und das Gewesene so gut wie möglich vermerkt. Anscheinend wurden die Aufzeichnungen durch Herrn Josef Herzig überarbeitet und dokumentiert. 1970 waren 20 aktive Spieler in der Kapelle und der Verein hatte 154 Mitglieder. Es wurden 25 Proben abgehalten und 16 Auftritte gespielt.

 

Im Oktober 1973 hörten die Herren Vitus Weh und Kurt Wilde in der Kapelle auf. Somit waren nur noch 2 von 16 Spielern aus Offingen. In der Ausschusssitzung wurde dann beschlossen, die Kapelle aufzulösen. Man konnte den restlichen Spielern die lange Anfahrt zum Proben einfach nicht mehr zumuten. Allen Ausschussmitgliedern, den Spielern und der Bevölkerung von Offingen und Umgebung gebührt Anerkennung für den Schritt, einen Neuanfang gewagt zu haben.

 

 

Neugründung einer Jugendkapelle

1973 beschlossen die Ausschussmitglieder einen Aufruf an die Offinger Bevölkerung zu machen, um ein Jugendblasorchester ins Leben zu rufen. Der Aufruf richtete sich an Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahre. 19 Jugendliche haben sich spontan gemeldet. Im September 1973 kamen dann 24 Eltern mit ihren Kindern in das Feuerwehrhaus Offingen, um die Musikinstrumente auszusuchen. Hauptinitiatoren waren damals die Herren Adalbert Eberle und Josef Herzig. Erster Dirigent der neuformierten Jugendkapelle wurde Dieter Engel. Herr Paul Fichtler übernahm den Großteil des Unterrichtes für die Spieler. Er war vorher Berufsmusiker in München und wollte eigentlich seinen Ruhestand in Offingen verbringen. Zusammen mit Dieter Engel haben diese beiden Herren die Kapelle aufgebaut. Es war eine große Aufgabe, aus dem Nichts eine spielbare Formation zu bilden. Alle Jugendlichen erhielten Einzelunterricht auf ihren Instrumenten. Bereits ein Jahr später war der erste Auftritt der Kapelle bei der Silberhochzeit von Adalbert Eberle. Die gespielten Stücke waren damals „Flott voran“ und „Junges Glück“. Mit diesem Termin wurden wir beim Allgäu-Schwäbischen Musikbund gemeldet und dies ist somit auch der Zeitpunkt unserer Neugründung der Jugendkapelle.

 

1974 war die Kapelle 25 Mann stark. Der Verein hatte damals 147 Mitglieder. Trotz zahlreicher Spenden von der Gemeinde, den anderen Vereinen und auch von Privatpersonen waren beim Kassenbereicht der Generalversammlung wieder einmal nur 200 DM in der Kasse. Die Einzelproben wurden im Feuerwehrhaus von Herrn Fichtler und in der Werkstatt bei Dieter Engel abgehalten. Für die Gesamtproben stellte Herr Dr. Offermann das Kameradschaftshaus zur Verfügung.

 

Herr Engel leitete die Kapelle ab 1977 und brachte sie auf ein hervorragendes Niveau. In diesem Jahr wurde das erste Frühjahrs-Konzert aufgeführt. Am 14.05. wurde ein Konzert in der Mindelhalle zusammen mit dem Gesangverein veranstaltet.

 

1980 gab es dann einen Wechsel in der Vorstandschaft. Adalbert Eberle übergab den Vorstandsposten an Josef Herzig, zweiter Vorstand wurde Richard Keis Senior. Es war eine große Aufgabe, einen Verein mit alten Strukturen zu modernisieren. Dies konnte damals nur erreicht werden, da unsere Vereinsvorstände im Gemeinderat waren und dadurch eine gute Unterstützung durch die Gemeinde erfahren konnten. Es wurden Spieler in den Ausschuss integriert, die dann später den Verein weiter führen sollten. Es zeigte sich, dass durch viel Arbeit innerhalb der Vorstandschaft die Kapelle gewachsen ist. 1981 waren in der Kapelle bereits 33 Musiker.

 

Leider sind aus den Jahren 1981 bis 1984 keine oder nur geringe Aufzeichnungen vorhanden. Der damalige Schriftführer Josef Sager konnte krankheitsbedingt nicht immer an den Sitzungen teilnehmen oder schrieb lediglich die Entscheidungen auf. Für den Verein ist dies sehr schade, da das Vereinsleben nicht dokumentiert wurde. 1985 gab Herr Sager sein Amt auf. Neuer Schriftführer wunde Erich Wittmann.

 

Offinger Gartenfest und Dorffest

In diesem Jahr wurde das zweite Gartenfest neben dem Offinger Kino abgehalten. Über zwei Tage war der gesamte Verein beschäftigt, um das Fest zu organisieren. Am Samstagabend spielten die Donaumusikanten, die sich aus eigenen Reihen formiert hatten, zum Tanz auf. Am Sonntag regnete es und das gesamte Equipment wurde in den Bauhof gebracht, um wenigstens den Frühschoppen und Nachmittagskaffee abhalten zu können.

 

1986 wurde das erste Dorffest mit Beteiligung aller Offinger Vereine auf dem Parkplatz zwischen den Metzgereien Schwarz und Keck abgehalten. Ebenfalls wurde in der Mindelhalle die 800-Jahrfeier der Gemeinde über zwei Tage lang gefeiert. Außerdem waren in diesem Jahr noch die Offinger Heimattage zwischen den beiden Mindelarmen. 1986 war ein sehr ereignisreiches Jahr mit viel Arbeit für den Verein und die Musikerinnen und Musiker. Trotz alledem ist der Spaß und das Feiern nicht zu kurz gekommen.

 

Die Lyra von 1987 bis 1989

Eine erneute Werbung für Musikernachwuchs in der Kapelle wurde 1987 gemacht. Daraufhin hatten sich 11 neue Zöglinge gemeldet, die ein Instrument erlernen wollten. Alle Interessenten wurden intern von den langjährigen Musikern der Kapelle ausgebildet. Es waren zu diesem Zeitpunkt folgende Ausbilder beschäftigt: Franz Kopriva, Manfred Herzig, Dieter Engel, Peter Strehle, Heinz Muras und Joachim Haupeltshofer. Für den Nachwuchs mussten mehrere Instrumente angeschafft werden. Das kostete den Verein ca. 8.000 DM. Dies war nur möglich, da ein zinsloses Darlehen über 5 Jahre von der Gemeinde gewährt wurde.

 

1988 gab wieder einen Wechsel in der Vorstandschaft. Es wurde die Verantwortung des Vereins in jüngere Hände gelegt. Zum 1.Vorstand wurde Manfred Herzig und zum 2. Vorstand Karin Uano gewählt. Die ehemaligen Vorstände rückten ins 2.Glied und waren beratend als Beisitzer tätig. Leider musste in diesem Jahr das Gartenfest aufgrund der schlechten Witterung abgesagt werden, aber gleichzeitig führte die Vorstandschaft zum ersten Mal das Silvesterspielen ein. Es wurde bei den Gemeinderäten gespielt, die sich ein Ständchen wünschten. Für die Spieler war es eine neue Sache, aber auch ein toller Tag mit viel Anerkennung ihrer Leistungen.

 

1989 spielte die Musikkapelle sein einziges Wertungsspiel in Kötz. Unter der Leitung von Dieter Engel konnte die Kapelle einen 1. Rang erreichen. Als heraussagend konnte das Klarinettenregister genannt werden. Die Blechbläser hatten an diesem Tag leider nicht so viel Glück. Es war trotzdem ein Auftritt, an den noch einige gerne und auch amüsant zurück denken. In diesem Jahr wurden die letzten Heimattage in Offingen veranstaltet. Ein sicher herber Verlust für die Offinger Bevölkerung. Auch endete die Ära der erfolgreichen Faschingsveranstaltungen des Musikvereins. Die Bälle wurden meistens zusammen mit dem Gesangsverein in der Gaststätte Krone und später dann in der Mindelhalle abgehalten. Immer unter einem anderen Motto Griffen die Musikerinnen und Musiker in das Dorfleben ein und belebten die Kultur in Offingen. Seit diesem Jahr konnte dem Verein auch der Beiname e.V. angefügt werden.

 

Dirigentenwechsel und der neue Proberaum

Dieter Engel übergab nach dem Herbstkonzert 1990 sein Amt des 1. Dirigenten an Joachim Haupeltshofer. Er hatte diesen Posten 16 Jahre lang inne und die Kapelle aus den Kinderschuhen heraus geprägt. In seiner Dienstzeit hatte er 11 Konzerte als leitender Stabführer dirigiert. Ein Dankeschön für die herausragende Leistung.

 

Joachim Haupeltshofer konnte in seinem ersten Jahr bereits ein Konzert als neuer Dirigent geben. Die Blaskapelle bestand damals aus 22 aktiven Spielern. Sie hatte zwar eine ausgeglichene Besetzung, es fehlten aber in manchen Registern Spieler. Von Seiten der Gemeinde wurde in diesem Jahr die „Musikschule Offingen-Gundremmingen-Rettenbach“ gegründet. Klaus Schlander regte bereits damals an, dass die Ausbildung der Jugendlichen durch die Musikschule erfolgen sollte.

 

1992 wurde unser heutiges Domiziel in der Offinger Grundschule ausgebaut. Mit rund 700 Arbeitsstunden wurde das Dachgeschoss von vielen Helfern in unseren Proberaum umfunktioniert. Martina und Leonhard Schmucker, Erich Wittmann und Peter Strehle waren dabei die fleißigsten Arbeiter.

 

20-jähriges Vereinsjubiläum 1994 und das Gartenfest 1996

1994 wurde anlässlich des Jubiläums der Neugründung der Jugendkapelle ein Gartenfest organisiert. Auf der Wiese neben dem Kino wurde in einem Zelt gefeiert. Als Kapellen spielten d`Wobbls, der Musikverein Aislingen, Gundremmingen und wir – die Jugendkapelle – auf. Da die Kapelle bereits seit 20 Jahren besteht und Spieler seit Anfang an dabei sind, wurde beschlossen, die Jugendkapelle in die Musikkapelle LYRA umzubenennen. Der Musikverein beteiligte sich zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt mit einem Stand.

 

1996 wurde wieder ein Gartenfest neben dem Offinger Kino in der Leonhardstraße geplant. Diesmal sollte die Veranstaltung um ein Schafkopfturnier bereichert werden. Leider musste das Konzert abgesagt werden, da die Kapelle zu diesem Zeitpunkt nur 15 Spieler aufweisen konnte. Es wurde daraufhin verstärkt Werbung betrieben, um die Ausbildung wieder in den eigenen Reihen zu organisieren. In diesem Jahr fand der erste Babybasar in Offingen statt. Joachim und Conny Haupeltshofer sowie Ulrike Herzig organisierten den Basar als einen der ersten im Landkreis Günzburg unter der Federführung des Musikvereins LYRA.

Joachim Haupeltshofer hörte aus gesundheitlichen Gründen nach sechs Jahren als musikalischer Leiter auf. In seiner Amtszeit wurden 5 Konzerte eingeprobt. Peter Strehle übernahm den Posten für ein Jahr, bevor Martin Hauck Dirigent wurde.

1999 wurde die 25-Jahrfeier seit der Neugründung der Kapelle mit dem Ausrichten des Straßenfestes gefeiert. An diesem Fest haben sich außer dem Musikverein, der Trachtenverein, die Offonia, der Schützenverein und die Feuerwehr beteiligt.

 

Das Vereinsleben von 2001 bis 2008

2001 hörte Martin Hauck überraschend als Dirigent auf. Die Proben übernahm übergangsweise für drei Monate Peter Strehle. Danach machte Martin Hauck wieder weiter. Leider gelang es der Lyra nicht aus der Musikschule junge Musikerinnen und Musiker zu bekommen. Wieder einmal mangelte es am Musikernachwuchs. Um auf diese Misere aufmerksam zu machen, entschlossen sich die Spieler, in diesem Jahr nicht an der Fronleichnams-Prozession mitzuwirken. Sehr zum Leidwesen des Herrn Pfarrers.

 

2002 übergab Manfred Herzig als 1. Vorstand die Verantwortung an Wolfgang Majewski. Schon im ersten Jahr wurden große Projekte unter seiner Führung organisiert. Wir fuhren zusammen mit der Feuerwehr nach Kemtau (die Partnerstadt von Offingen in Sachsen) und die neue Donaubrücke wurde zusammen mit der Musikschule eingeweiht. Obwohl wir in diesem Jahr nur 18 Musiker waren, haben wir ein Herbstkonzert mit der Jugendkapelle Burgau organisiert. Am Weihnachtsmarkt hatten wir zum ersten Mal einen Stand mit Bierstangen und erzielten einen tollen Umsatz.

 

Im Jahr 2003 hörte Karin Uano als 2. Vorstand auf. Aus beruflichen Gründen konnte sie sich nicht mehr voll einbringen. Diesen Posten übernahm danach Peter Strehle. Es wurde im Juli wieder mit der Musikschule eine Serenade gespielt. Auch beteiligten wir uns am Ferienprogramm der Gemeinde Offingen mit dem Bau von Rhythmusgeräten.

 

Nachdem unser Dirigent Martin Hauck gekündigt hatte, leitete Peter Strehle die Proben und Auftritte des Vereins. Als Einstieg wurde von ihm ein Kirchenkonzert organisiert. Im Sommer wurde zusammen mit dem Schützenverein das Straßenfest abgehalten, der sein hundertjähriges Jubiläum feierte. Im Sommer gestalteten wir mit einer kleinen Gruppe die erste Bergmesse der Offinger Kirche.

 

2006 hatten wir in der Kapelle 11 Auszubildende mit verschiedenen Instrumenten. Herbert Gerbing organisierte die Proben, damit die Neuen von klein auf das Zusammenspiel erlernen konnten. Es gab in diesem Jahr ein Kirchenkonzert und ein Jahresabschlusskonzert.

 

2007 spielten wir ein Kirchenkonzert und ein Herbstkonzert. Bis zum Sommer leitete Peter Strehle die Kapelle und gab im September sein Amt an Milan Nemec weiter. Der Allgäu-Schwäbische-Musikbund veranstaltet in der Mindelhalle das Wertungsspiel für den Bezirk 12, das wir organisierten. Dieter Lasar war maßgeblich verantwortlich für unseren ersten Flyer mit dem Musikverein und für unsere Internetseite. Auch haben wir uns T-Shirts besorgt, um in der Vereinsfreizeit ein einheitliches Bild nach außen geben zu können. Wir feierten den 80. Geburtstag von unserem Ehrenvorstand Josef Herzig. Und im gleichen Jahr mussten wir aber den Verlust unseres Ehrenmitgliedes Erich Wittmann betrauern.

 

2008 spielten wir mit der Kapelle auf der Heubodenbühne und hatten ein Herbstkonzert. Wir hatten den Ausschank beim Inselfest und natürlich 2 Babybasare zu bewältigen. Mit dem Maibaumstellen, den jährlichen Hüttenwochenenden und von mehreren Aktivitäten mit der Jugendleitung hatte der Verein über das ganze Jahr mehr als genug zu organisieren und zu bewältigen. Es wurden für die Mädchen neue Dirndl angeschafft. Die neue Garderobe wurde sehr positiv in der Bevölkerung aufgenommen und kam bei unseren Zuschauern gut an. Ein einheitliches Auftreten wurde nun seit langem wieder gewährleistet.

 

Wechsel der Vorstandschaft und die Jahre 2009 bis heute

2009 gab es wieder einen Wechsel in der Vorstandschaft. Wolfgang Majewski übergab den Posten des ersten Vorstandes an Michael Herzig. Auch wechselte der Kassierposten von Dieter Lasar an Birgit Feil. Es wurde dieses Jahr das Kirchenkonzert mit Gospel & Joy veranstaltet. In Verbindung mit unserem Hüttenwochenende spielten wir im Oberstdorfhaus in Oberstdorf. Eine Vielzahl von Einheimischen und Kurgästen kamen zu dieser Veranstaltung. Dieser Auftritt konnte als voller Erfolg gebucht werden. In diesem Jahr trennten wir uns auch von unserem Dirigent Milan Nemec. Übergangsweise übernahm wieder Peter Strehle den Posten, bevor im Januar 2010 dann Klaus Schlander den Dirigentenposten besetzte.

 

2010 hatte die Gemeinde Offingen die Organisation für den „Radlspaß“ vom Radiosender Bayern 1 bekommen. Viele Offinger Vereine hatten sich zusammengeschlossen, um ca. 12.000 Besucher am Sonntag bewirten zu können. Die Veranstaltung lief über 2 Tage und war wohl ein einmaliges Ereignis für Offingen und für alle Mitwirkenden.

Unser Dirigent Klaus Schlander brachte uns viel Disziplin und deutlich besseres Zusammenspiel bei. Wir möchten nicht vergessen, uns bei ihm zu bedanken.

Beim Inselfest verkauften wir nicht nur Bierstangen, sondern auch ein Hauptgericht. Im gleichen Jahr hatten wir die Idee des Sponsorings durch den Kauf eines Anhängers.

Dies hat wunderbar geklappt und somit waren wir deutlich mobiler. Der Anhänger war ab diesen Zeitpunkt für den Verein benutzbar, ohne Verluste in der Kasse zu haben. Die gesamte Abwicklung der Werbeflächen am Anhänger erledigte Michael Herzig.

 

2011 beteiligten wir uns am Bürger-Infotag in der Mindelhalle. Mit einem Stand versuchten wir auf uns aufmerksam zu machen, um passive und aktive Mitglieder zu werben. Außerdem hatten einen Auftritt in der Heubodenbühne. Unter dem Thema „Aufspieln beim Wirt“ konnten wir in kleiner Runde unser Können zeigen. In diesem Jahr waren wir in der Kapelle 24 Spieler. Wir bildeten ab diesem Jahr keine Spieler mehr aus und schickten alle Zöglinge zur Musikschule. Zum Inselfest 2011 verkauften wir Bierstangen und konnten einen guten Verkaufserlös erzielen. Es wurde ein neuer Flyer mit dem Dirigenten gestaltet, was uns natürlich viele positive Rückmeldungen einbrachte.

 

2012 veranstalteten wir gemeinsam mit der Jugendkapelle der Musikschule einen Faschingstanz. Die Veranstaltung kam sehr gut an, da wir passend zum Thema sehr moderne Stücke spielten. Als Highlight für die Jugend fuhren wir im Februar zu der Winterrodelbahn nach Hindelang. Unerwartet kündigte Klaus Schlander an, im Sommer den Dirigentenposten aufgeben zu wollen. Es wurde dann sogleich versucht, einen neuen Dirigenten zu finden, was uns auch gelang. Mit Herrn Oliver Doneck, der auch die Handschuhmacher Kapelle Burgau betreut, haben wir einen guten Mann in der Führung. Im Sommer umrahmten wir den Festabend beim TSV Offingen zu seinem 100-jährigen Bestehen musikalisch. Die jährliche Spielrunde für die Gemeinderäte gaben wir auf und versuchten uns als Silvesterband am Edeka Markt.

2013 wurde das Konzert mit dem Motto „Filmmusik“ stilecht im Offinger Kino abgehalten. Im voll besetzten Kino lauschten die Zuhörer den klangvollen Melodien.

Und wieder einmal konnten wir die Werbeflächen des Anhängers neu vermieten und einen guten Obolus für die Vereinskasse erwirtschaften.

 

Leider war die Mindelhalle im Herbst 2013 gesperrt und somit bedeutete dies das AUS für den Babybasar in diesem Jahr. Im Herbst spielten wir zur 140-Jahrfeier des Veteranenvereins. Im vergangenen Jahr entschieden wir uns, im Jahr 2014 ein Gründungsfest zum 40-jährigen Bestehen der Lyra zu feiern.